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29.05.2026
07:30 Uhr
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Die Autopreise haben sich in den vergangenen Jahren weit über der allgemeinen Inflation verteuert. Wir beleuchten die Ursachen und diskutieren über Lösungen.

In den 2010er-Jahren waren noch ein Viertel aller verkauften Autos den Segmenten A und B zuzuordnen, also Kleinstwagen und Kleinwagen. Heute sind es nur noch rund 15 Prozent, Tendenz stark sinkend. Vor allem bei den Kleinstwagen hat sich das Modellangebot komplett ausgedünnt. Die vielfältigen Vorgaben und Kundenerwartungen machen kleine Autos immer teurer, und der Preisanteil des Pflichtprogramms fällt aufgrund des geringeren Niveaus entsprechend höher aus als bei größeren Autos. In manchen Modelllinien haben sich die Preise innerhalb von 15 Jahren fast verdoppelt.
Allerdings wurden auch die größeren Autos ab Segment C (Kompaktklasse) aufwärts deutlich teurer. Kompakt- und Mittelklasseautos stiegen in den vergangenen zehn Jahren um 50 bis 70 Prozent, die Oberklasse im Schnitt 40 bis 60 Prozent. Obwohl es in dieser Zeit mit Corona, Gaspreiskrise und darauffolgendem Ukraine-Krieg Phasen höherer Inflation gab: Die Auto-Teuerung liegt weit über der allgemeinen Teuerung.
Der Text beleuchtet die Gründe in der Reihenfolge ihrer Relevanz: Elektrifizierung, Bürokratie, Lieferkettenanfälligkeit, Wohlstand, Inflation und Handelspolitik. Am Ende blicken wir in die Zukunft auf mögliche Lösungswege aus der Kostenspirale. Dabei zeigt sich: Mit den festgefahrenen Positionen der EU-Stakeholder wird das schwierig.